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Die EBV (Elektronische
Bildverarbeitung) ist ein weites Gebiet. Ich kann hier nur einen
kleinen Einblick geben. Hoffentlich findet der eine oder andere
trotzdem wertvolle Tipps, um aus seinen Fotos das Beste
herauszuholen. |
Einfluss der ASA Einstellung
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Nicht direkt zur Bildbearbeitung würde ich dieses Thema
zählen, auch wenn es hier gut hinpasst. Will man doch mit der
Bildbearbeitung möglichst das Rauschen minimieren, zählt das
erst recht bei der Aufnahme selber. Läßt sich hier das Rauschen sichtbar minimieren, dann kann man der anschließenden EBV gelassener entgegen treten. Links habe ich bei 400 ASA drei mal länger belichtet als das rechte Bild, welches bei 1600 ASA gemacht wurde. Bei diesen Bildern habe ich extra keine Bildbearbeitung gemacht, damit man gut vergleichen kann. Rechts sieht man deutlich mehr Rauschen, welches auch Details verwischt. Grundsätzlich sollte man nicht über 800 ASA hinausgehen (Stand: EOS 300D, 12/2006). Das bezieht sich mehr auf die Astrofotografie als auf die normale Fotografie. Ich hoffe, ich kann diese Aussage in ein paar Jahren ändern, in Richtung 1600 oder gar 3200 ASA ;-) |
Mit Layern arbeiten
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| Am Beispiel des hellen Orionnebels möchte ich hier zeigen,
wie die Layertechnik wirkt und das Gesamtbild beeinflussen kann.
Links das "normale" Ergebnis bei längerer Belichtungszeit. Das
helle Zentrum wird dabei überstrahlt. Die vier Trapezsterne sind
nicht mehr sichtbar. Rechts das Ergebnis nach erfolgter Bearbeitung. Für dieses Bild braucht man mindestens zwei einzelne Fotos. Eines mit kurzer Belichtungszeit. Dort kann man gut das Trapez erkennen, dafür aber keine schwachen Details. Ein weiteres Bild mit langer Belichtungszeit. Bei dem Foto kann man die schwachen Nebelausläufer sehen. Das Trapez in der Mitte ist dort aber überbelichtet. Nun werden beide Fotos miteinander so kombiniert, das man keine Übergänge oder Abstufungen mehr sieht. Das rechte Foto ist nicht ganz so hell wie das Linke. Das liegt aber mehr an meinem ersten Versuch als an der Technik insgesamt ;-) Gut erklärt findet man eine englische Anleitung hier Photoshop. |
Allgemeine Bildoptimierungstipps.Die meisten Astrofotos müssen sich einer nachträglichen EBV
(Elektronische Bildverarbeitung) unterziehen. Sei es, den
Kontrast und die Helligkeit anzupassen, oder den
Himmelshintergrund farbneutral zu gestalten und und und...
Nachfolgend seien deshalb einige Verbesserungstipps genannt. |
Nebel betonenDie faszinierenden roten Wasserstoffnebel sind meist mit einfachen optischen Mitteln nur schwer zu erfassen. Zusätzlich sind meist viele Sterne im Bildfeld, besonders bei kleinen Brennweiten. |
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Links das Original. Zur Orientierung, unten rechts im Bild
sieht man H+X. Das Bild wurde schon extrem kontrastverstärkt.
Bei einer Brennweite von 135mm (Tele), kommen viele Sterne mit
aufs Bild. Das lenkt sehr von den Nebeln ab. Unten habe ich das Bild einer "Spezialbehandlung" unterzogen. |
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Ein Gaußbild des Originals habe ich hier als Layer in PS
multipliziert. Hier gilt, viel ausprobieren. |
Astrofotos rettenJeder Astrofotograf kennt das Problem: Ausschnitt aus dem Originalbild. Das Foto oben
hat das gleiche Problem. Die Kabel der Peltierkamera waren zu
stramm. Während der Belichtung zogen sie unmerklich an der
Kamera... die Sterne wurden zu Strichen. |
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| Das Original. |
![]() In diesem Fall nicht optimal angewandt, aber es geht. Dabei ist es egal, ob die Sterne horizontal oder vertikal verzogen sind. Wie wird es gemacht ? Mit Photoshop recht einfach zu gestalten. * Das Original wird geladen. * strg A (markieren), strg C (kopieren). * strg V (einfügen) in das Original. Es gibt jetzt ein Original (Background) und ein Layer. Das Werkzeug auf "Move Tool" stellen. Nun läßt sich der Layer Pixel für Pixel verschieben. Der Layer wird noch auf abdunkeln "darken" gestellt, fertig. Nun einfach verschieben. Die Sterne werden zu Punkte und bei weiteren Verschieben, verschwinden sie komplett ! |
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| Alternativ zum obigen Verfahren kann man auch ein HDR-Bild
erzeugen (High-Dynamic-Range). Mit z.B. Adobe Photoshop oder
Photomatrix werden mehrere unterschiedlich lang belichtete Fotos
zusammengefügt und deren kompletter Dynamikumfang genutzt (Bild
links und rechts). Einfacher als die Methode oben. Das Bild unten zeigt das Ergebnis. Obwohl die Randgebiete des Nebels nach wie vor gut zu sehen sind, sind nun auch Details nahe des Zentrums zu sehen. |
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Das Mitteln von
Fotos
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Die gleiche Bildbearbeitung an beiden Fotos. Links 3 x 360 Sekunden (1600ASA) und 2 x 240s mit 800ASA gemittelt, rechts ein Einzelbild !
Ein weiteres Beispiel:
Einzelbild vom Stativ aus belichtet. M44 mit 10 Sek. / 800 ASA.
Belichtungszeit. Rechts im Bild, Mars.

Das nächste Bild zeigt 31 x 10 Sekunden /800ASA, also
rund 5 Minuten vom Stativ aus belichtet.

Das Rauschen läßt deutlich nach und es sind viel mehr Sterne zu sehen. Gemittelt wurden die Bilder mit dem Deepsky Stacker (DSS).
Erhöhung der TiefenschärfeZur Erhöhung der Tiefenschärfe des Bildes kann man folgendermaßen vorgehen. Man fotografiert ein stilles Objekt mit z.B. drei leicht verschiedenen Scharfeinstellungen. Später, mit Hilfe des PC's und der richtigen Software (z.B. das kostenlose sehr gute Programm "Combine ZM") werden dann die drei Einzelbilder so kombiniert, das die scharfen Anteile aller Bilder in ein Bild erscheinen. Siehe folgendes Beispiel:Zuerst ein Einzelbild, weiter unten dann ein Gesamtbild aus drei verschieden scharfen Einzelbildern. |
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Die Schärfezunahme im Bild unten rechts, ist deutlich zu sehen. |
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Immer wieder wird es nach geraumer Zeit
vorkommen, das sich Staubpartikel auf der Optik oder dem CCD
(CMOS) Fenster angesammelt |

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Folgender Verlauf: |
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Bild B (Dunkelbild = Die Belichtungszeit des oberen Bildes, nur ohne jeglichen Lichteinfall). |
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Bild C = Bild A Minus Bild B !...fertig. |
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| Das Ergebnis finde ich erstaunlich, da es sich hierbei nicht um Hot-Pixel handelt, die ja immer an der selben Stelle sind. |
| Die Beulen enthalten Zufallsrauschen, welches sich normalerweise nicht durch ein Dunkelbild elemenieren läßt. |
| Wenn die Beulen sehr groß werden, wie hier, dann wird das Rauschen aber flächendeckend und dann kann man es wieder reduzieren. |
| An dem fertigen Bild habe ich nicht weiter "gezaubert". Einfach in PS2 als Differenzbild verarbeitet. |
L-RGBWas versteht man unter L-RGB ?
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Zuerst werden die 3 RGB Bilder addiert. Danach wird das RGB-Bild auf das L-Bild "transformiert". Zum Schluss hat man dann die Farbe des RGB-Bildes und die Bildschärfe vom L-Bild. |
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Es folgt ein Bild-Beispiel. |
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Ein Farbbild vom Ringnebel bei kleiner
Brennweite. |
Hinzu kommt ein scharfes Schwarz/Weißfoto. | Beide Bilder zusammengefügt ergibt dann das Foto oben. |
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Es folgt ein Beispiel: Meine Frau in der Schulzeit ;-) Zuerst das Original. Ich habe das Original mit der EOS 300D abfotografiert. (Scanner ade ;-)). Es ist ein total verblasstes S/W-Foto, leider schon sehr mit Flecken behaftet und verkratzt. Ein Negativ gab's natürlich nicht mehr. |
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Nach einigen Kniffen der EBV, kam dann das folgende Bild
heraus. Als erstes nehme ich die restliche Farbsättigung aus dem Bild, mache es also S/W. Wichtig ist eine sachte Kontrastanhebung und anschließende Rauschfilterung. Zuletzt wird das Bild koloriert, d.h. es wird farbig gemacht. Es sind nicht unbedingt die originalen Farben, da ich selbige natürlich nicht kenne. Links das Ergebnis. |
Meine Wenigkeit mit etwa 3 Jahren. Das S/W Bild habe ich komplett
eingefärbt.
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