Die Montierung ist das Herzstück der ganzen Einheit. Besonders in der
Astrofotografie werden hohe Anforderungen an die Montierung gestellt.
Schon kleinste Fehler zeigen sich als Strichspuren bei den Sternen. Je
größer die Brennweite, desto kritischer wird es. Letztendlich kam ich
etwa im Jahre 1999 zu dem Schluß, das eine selbstgebaute Montierung
besser meine Ansprüche erfüllt, als die Vorhandene. So baute ich ohne
Zeichnung und ohne besondere Kenntnisse meine Montierung. Sie sollte
erst als Modell funktionieren und später dann "richtig" gebaut werden.
Da Sie aber so gut als Modell lief, behielt ich Sie
(never change a running system;-)).Bis heute läuft die Montierung
einwandfrei.
Sie hat zwar einen recht großen periodischen Fehler, ist aber trotzdem
mit einer ST-4 oder ST-7 gut nachzuführen.
Der Vorteil: Ich weiß über alle Teile, einschließlich der
Elektronik (auch Selbstbau) bestens bescheid. Somit fällt eine Adaption
mechanischer oder elektronischer Teile leichter.
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Erklärung der Montierung (Stundenachse)
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| Die Montierung wird mit einem überdimensonierten
Schrittmotor betrieben. Bei etwa 47 Hz habe ich
Sternengeschwindigkeit. Bei ca. 8000 Hz kann ich etwa 4 Grad pro Sekunde verfahren. Ich brauche also die Getriebeübersetzung nicht ändern. Die Rechteckimpulse erzeuge ich ganz ohne Quarz. Ich verwende einen einfachen NE555 Timerbaustein. Der ist sehr günstig und das Wichtigste, er ist genau genug. Mit geringster Beschaltung erzeugt er die Impulse, die Ihrerseits auf die fertig gekaufte Endstufe für den Schrittmotor gehen. Die Schnecke (2) braucht etwa 16 bis 18 Minuten für eine Umdrehung. Die periodischen Fehler wiederholen sich also nicht zu oft. Alles in allem eine sehr zuverlässige Bauart. Sie ist schon seit ca. 8 Jahren im Einsatz. zurück |