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Diese erschwinglichen Amateurgeräte haben meist 8 oder
10 Zoll Öffnung und werden entweder mit einem Öffnungsverhältnis von
1:10 oder 1:6,3 gebaut.
Baubedingt sitzt der Fangspiegel immer mittig im Strahlengang und stört
somit.
Beim Kauf im Jahre 1989, legte ich Wert auf eine möglichst große
Öffnung, die aber auch transportabel und bezahlbar sein sollte. Ich
entschied mich daher für ein SC.
Deutlich zu sehen ist die Frontseite des Teleskopes. Die Glasplatte ist
eine optisch geschliffene Schmidtplatte und ist auch vergütet (SMC). Sie
dient dazu, optische Unzulänglichkeiten des Systems zu korrigieren. Ich
habe die lichtstarke Version mit 1600mm Brennweite, welches einem
Öffnungsverhältnis von 6,3 entspricht. Das lichtstarke System hat einen
sehr großen Fangspiegel. Je größer der Fangspiegel, desto ungünstiger.
Der Kontrast läßt etwas nach und die Bildschärfe wird geringer gegenüber
dem 1:10 Modell. Dafür sind die Belichtungszeiten deutlich kürzer als
bei der 1:10 Variante.
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| Öffnung: | 254mm (10 Zoll oder 10" geschrieben) |
| Brennweite: | 1600mm |
| Baulänge: | ca. 45 - 50cm. (geschätzt) |
| Gewicht: | Komplett, inkl. Mont. Stativ ca. 45kg. |
| Visuelle Grenzgröße: | 14,5 mag. * |
| Fotografische Grenzgröße: | ca. 17,0 mag. - 18,0 mag. * |
| Max. Auflösung (Theoretisch) | 0,45" * |
* Es handelt sich hierbei um rechnerische Werte, die im Alltag sehr stark schwanken können! Die Werte sind vor allen Dingen abhängig von der Luftruhe, der Himmelshelligkeit, also auch, ob der Mond am Himmel steht usw...
Das Fernrohr hat also gegenüber dem menschlichen Auge,
welches im Schnitt etwa die 6.Größenklasse noch erkennen kann, ein
Lichtsammelvermögen von:
Visuell: ca. 1500 Fach, Fotografisch (ungeh. Film): ca. 9000 Fach,
Fotografisch (CCD): ca. 150000 Fach ! Der Vorteil der CCD-Kamera
gegenüber dem Film wird hier ersichtlich.
Reinigung der Optik
Irgendwann kommt der Zeitpunkt. Es hat sich viel Staub,
oder gar richtiger Dreck, angesammelt. Sei es auf der Frontplatte oder
gar auf dem Hauptspiegel.
Daher meinerseits einige Tips zur Reinigung des Gerätes. Ich
übernehme keinerlei Verantwortung für eigene Reinigungsversuche !
Als erstes: Nur reinigen, wenn es wirklich notwendig ist und nicht eher.
Leichte Staubansammlungen sind nicht im Bild zu sehen und bedürfen
keiner Reinigung. Egal ob auf der Schmidtplatte oder dem Hauptspiegel.
Ebenso vereinzelte leichte Kratzer. Selbst der riesige schwarze Fleck
des Fangspiegels (etwa 70mm Durchmesser) sieht man im Bild nur indirekt.
Was also soll ein Fleck von 1 oder 2mm Größe bewirken ?
Gibt es aber doch den seltenen Fall, das das Gerät geöffnet werden muß,
dann wie gleich folgt.
Als erstes noch:
Die Schmidtplatte von außen nur mit einem fuselfreien Tuch und
destilliertm Wasser reinigen. Das Meiste läßt sich damit entfernen.
Achtung, die Vergütung bei meinem älteren Modell geht sehr schnell
dahin, also Vorsicht und nicht zu oft reinigen !
Sollte der Hauptspiegel stark verschmutzt sein, dann wird als erstes die
Schmitdplatte gelöst. Hier kann ich nur für mein Teleskop sprechen. Ich
weiß, das bei Celestron Fernrohren das Öffnen etwas schwieriger ist.
Das Öffnen
Die Schmidtplatte wird durch einen schmalen Plastikring,
der mit Inbusschrauben befestigt ist, gehalten.
Bevor die Platte entfernt wird, setzt man eine Markierung mit einem
Edding. Es ist nämlich wichtig, das die Frontplatte sich nicht gegenüber
dem Hauptspiegel verdreht. Die Schmidtplatte ist nämlich handkorrigiert
und zwar für die eingesetzte Position. Also, falls nicht schon vom Werk
aus eine Markierung vorhanden ist, bitte eine Markierung setzen.
Z.B. einen kleinen Punkt am Schmitdplattenrand (nicht auf dem
Plastikrand, sondern direkt auf dem Glasrand) und den zweiten am
Tubusrand in gleicher Höhe. Nun vorsichtig alle kleinen Inbusschrauben
an der Schmidtplatte lösen. Nicht vergessen, nach dem Lösen der letzten
Schraube, kann die Glasplatte herunterfallen ! Also gut festhalten.
Die Platte liegt auf Korkmaterial auf. Falls das Teleskop schon ein paar
Jahre alt ist, kann es sein, das die Platte auf dem Kork klebt. Bitte
Vorsicht walten lassen. Am besten bei der Demontage das Teleskop fast
vertikal stellen, dann sollte nichts passieren. Sind alle Schrauben
entfernt, kann der Plastikring entfernt werden und somit auch die
Schmidtplatte.
Am besten wird die Korrektionsplatte auf die Frontseite gestellt, da der
Fangspiegel als Abstanshalter dient.
Nun ist der Blick frei auf den Hauptspiegel. Er läßt sich nun reinigen.
Destilliertes Wasser mit etwa Pril sollte reichen.
Nach der Reinigung unbedingt drauf achten, das alle Restfeuchtigkeit aus
dem Tubus entweichen kann.
Ist das geschehen, in umgekehrter Reihenfolge alles wieder
zusammensetzen. Die Inbusschrauben mit Gefühl festziehen. Sie müssen
nicht viel Last aushalten und sollten die Platte durch zu festes
Anziehen nicht verbiegen.
Die Schmidtplatte läßt sich schlecht festhalten. Die
Fangspiegelhalterung dient hier als mehr oder weniger als Griff. Es ist
deshalb ratsam, nach dem Zusammenbau den Fangspiegel erneut zu
justieren. Da sind wir schon beidem nächsten Thema...
Die Justage des Fangspiegels.
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Normalerweise werden drei Inbusschrauben verwendet, um den
Fangspiegel zu justieren. Das ist schon das Problem. Es ist
nahezu unmöglich, gleichzeitig durch das Teleskop zu schauen und
dann mit der anderen Hand vorne am Fangspiegel die Schrauben zu
drehen. Das geht nur mit einem Inbusschlüssel. Dieser kann im Dunkeln leicht abrutschen und die Schmidtplatte verkratzen ! Bei dem 10 Zoll Teleskop ist die Länge des Tubus zu groß, damit das gelingt. Abhilfe schaffen drei andersartige Schrauben. Die Schrauben sind groß und als Rendelschrauben ausgeführt. Der Inbusschlüssel entfällt. Damit ist es sehr gut möglich, den Fangspiegel praktisch bei jedem Einsatz vorher zu justieren. Eine absolut lohnende Investition !! Die sogenannten Bob's Knobs. Ich möchte die Schraubenauf keinen Fall mehr missen. Achtung, der Fangspiegel wird nur durch die drei Schrauben gehalten. Werde alle Schrauben auf einmal gelöst, fällt der Fangspiegel auf den Hauptspiegel. Das wäre der GAU ! |
Zur eigentliche Justage wird ein heller Stern in die
Bildmitte eingestellt. Anschließend wird der Stern unscharf gestellt.
Extra- oder Intrafokal ist egal.
Das hat den Sinn, das der Fangspiegel in der Bildmitte oder nahe der
Bildmitte erscheint. Siehe Bild 1.
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Links ist der Ausgangsfall dargestellt. Der dunkle
Fangspiegel befindet sich nicht in der Mitte, wie er eigentlich
sollte. Bei schwacher Vergrößerung wird immer die
gegenüberliegende Schraube verstellt. In diesem Fall ist es die
Schraube, die sich oben befindet. Der schwarze Fangspiegel wandert nun zur Kreismitte. |
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Gleichzeitig wandert der helle Kreis aus dem Bild. Er muß
wieder in die Bildmitte eingestellt werden. Der Vorgang wird
wiederholt, bis der Fangspiegel die Position im rechten Bild
erreicht hat. Dort ist er noch nicht ganz genau mittig. Für den
Rest der Einstellung wird eine hohe Vergrößerung und eine sehr
ruhige Luft benötigt. |
Selbst aber mit der ersten Justage bei schwacher
Vergrößerung, wird schon eine deutliche Bildverbesserung erreicht. Nur
für Planeten- und stark vergrößerte Mondaufnahmen wird die vollkommene
Justage benötigt. Mit etwas Gefühl ist es schon in wenigen Minuten
möglich, nah an das Optimum zu gelangen.
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