Eine Timerschaltung für die Canon EOS 300D(a)
Die EOS 300D ist ja schon älter. Trotzdem möchte ich an dieser Stelle
eine Timerschaltung vorstellen, die ich erst jetzt, also 2 Jahre später,
gebaut habe.
Die unten gezeigte Platine enthält allerdings mehr, als nur den Timer
(Feld 1), dazu später mehr.
Der Timer besteht aus dem sehr bekannten IC, NE555. Zahlreiche
Schaltungsvarianten sind auch im Internet zu finden.
Die Schwierigkeit besteht darin, einigermaßen gleich lange
Zeitintervalle zu erreichen. Um dieses zu realisieren, sind
entweder sehr hohe Widerstandswerte oder sehr große Kondensatorwerte
erforderlich.
Ich habe mich für einen großen Kondensator entschieden (3 x 1000 Mikro
F).
C1 beträgt also 3000 müF. Auf die Diode können wir verzichten, da sie
nur interessant ist, wenn ein Impuls/Pausen-Verhältnis von 1:1 benötigt
wird.
Der Aufbau ist denkbar einfach und sehr kostengünstig.
Schaltung des Timers
C2 ist etwa 0,1 MüF klein und dient der Betriebssicherheit der
Schaltung.
Als Vcc habe ich 12 Volt gewählt. Der Baustein ist für einen weiten
Spannungsbereich gedacht und verträgt das problemlos.
Am Ausgang "A", Pin 3 , wird ein kleines Relais angeschlossen. Im Foto
links neben dem Schalter, der schwarze "Käfer". Das Relais benötigt nur
etwa 10 mA, kann also direkt vom NE 555 angesteuert werden !
Für R2 nehme ich ein 470K Poti und einen in Reihe geschalteten 27K
Festwiderstand.
Parallel zu dem Ausgang habe ich noch eine LED mit einem 1K Widerstand
geschaltet. Sie zeigt den Schaltzyklus an.
Wir der C1 zu gross gewählt, so ist sein "Leckstrom" größer, als der
Entladestrom des Widerstandes. Die Schaltung funktioniert dann nicht
mehr. Ich habe noch einen Kippschalter (im Feld 1) integriert, da ich
beim Einschalten der Hauptspannung nicht möchte, das der Timer sofort
die Kamera auslöst. An der Hauptspannung liegt ja noch mehr. Zum
Beispiel die externe Spannungsversorgung, die ich noch etwas angepasst
und mit auf die Platine gepackt habe (Feld 2).
Allerdings ist bei der ersten Auslösung die Zeitdauer deutlich höher als
danach. Bei den anschließenden Auslösungen sind die Zeiten jedoch
ziemlich gleich lang.
Schematische Darstellung.
Bildquelle:
http://www.elektronik-kompendium.de
Die Anschlüsse zur EOS 300D werden über den "modifizierten" Scart
Adapter hergestellt.
Den Scartstecker habe ich entfernt. So bleibt viel Platz zum Löten der
Kabel.
Chinch Stecker Rot dient der Spannungsversorgung der 300Da. Der gelbe
Chinchstecker ist für den Auslöser.

Externe Spannungsversorgung für die EOS 300Da , Version 2.
Den LM 350 habe ich verwendet, da er noch vorrätig war. Er liefert bis
zu 3A Strom, bei einstellbarer Spannung und ist damit schon reichlich
dimensioniert. Die EOS 300D hat einen Einschaltstrom von kurzfristig 500
mA ! Danach fällt der Strom auf ca. 180 mA ab. Während der
Dauerbelichtung verbraucht die 300Da 220 mA. Die Stromquelle muß den
max. Strom liefern können, ansonsten würde sich die Kamera beim
Einschalten gleich wieder selbsttätig abschalten.
Die Eingangsspannung sollte also stark genug sein.
Nicht vergessen, den LM 350 ausreichend kühlen. Ein kleines Blech reicht
hier völlig, da er sich bei dem Strom kaum erwärmt.
Der Widerstand R2 wird mit 1,2K ausgelegt, welches eine Ausgangsspannung
von ca. 8,6 Volt ergibt.
Da ich ein fast 3 Meter langes, aber dünnes Kabel zur Kamera verwende,
kommen dort dann etwa 7,5 bis 7,8V an. Eine leicht höhere
Betriebsspannung als auf dem Akku steht, ist gar nicht schlimm (Ich
hatte sogar schonmal versehentlich 11,5 Volt aus einem Schaltnetzteil
auf die EOS gelegt und zwar für längere Zeit).
Die Kamera läuft bis Heute trotzdem ohne Probleme !
Die ganze Platine ist für unter 10,- herzustellen und erleichtert die
Arbeit wesentlich.
Sie besteht letztendlich aus dem Timer, dem Spannungsregler LM 350 und
der Adapter/Anschlußbox für die EOS 300D.
