

Entscheidend für eine gute Aufnahme ist vor allen
Dingen eine gute Beleuchtung. Eine gedämpfte Lichtquelle (z.B.
Milchglas) ist einer Klarglaslampe vorzuziehen.
Ungedämpftes Licht bildet sehr ausgeprägte Farbsäume und sehr harte
Kontraste.
Eine Lichtquelle, die mit Hilfe des Spiegels am Mikroskop selber
reflektiert wird, ermöglicht eine sogenannte schiefe Beleuchtung.
Das sorgt für eine plastische Abbildung, die manchmal sogar 3D mäßig
wirkt. Am besten ist weißes Licht, da hier alle Farben natürlich
wiedergegeben werden. Die Wahscheinlichkeit von Farbsäumen hingegen,
ist hier am größten !
Es folgt ein Beispiel der schrägen Beleuchtung.

Grünalgen in schwacher Vergrößerung. Hier kommt
das Licht seitlich an das Objekt, mit Hilfe des Spiegels.
Farbsäume sind bei dieser schwachen Vergrößerung noch nicht so zu
sehen.
Bei Schwarz/Weiß-Aufnahmen haben wir die
Möglichkeit, mit einfarbigem Licht zu arbeiten. Die Aufnahme wird
dadurch klarer, da Farbsäume nicht entstehen können ! Die Farbe der
Beleuchtung sollte so gewählt werden, das ein möglichst grosser
Kontrast zum aufzunehmenden Objekt entsteht !
Beispiel einer Monochromen Aufnahme. Das Bild ist frei von
Unschärfe, die durch weißes Licht entsteht (bei billiger Optik
hauptsächlich).

Das Okular wird für die Fotografie entfernt und
durch den folgenden, selbstgedrehten Adapter ersetzt.
Der Adapter besteht ungünstigerweise aus weißem Kunststoff. Daher
habe ich Alufolie herumgeklebt, um das Umgebungslicht fernzuhalten.
Das Okular ist ein 25mm Kellnerokular, welches für ein Teleskop
gedacht ist. Die Bildqualität für die visuelle Beobachtung, ist
wesentlich besser, als mit dem Original Okular ! Auch das
Gesichtsfeld ist erheblich größer. Wie gesagt, für die Fotografie
wird dieses ebenfalls entfernt.

Die Kamera mit Stativ und dem Balgen am Mikroskop. Da die Kamera am Stativ befestigt ist, können am Mikroskop selber keine Schwingungen entstehen. Ein Drahtauslöser ist bei Mikroskopaufnahmen erforderlich. Zumindest ein Selbstauslöser, mit mehreren Sekunden Verzögerung.

Durch Auszug des Balgens läßt sich die Vergrößerung am Mikroskop
variieren, genauso wie bei der Makrofotografie.
Während der Fotografie am besten alles Licht, außer der
Mikroskopbeleuchtung ausschalten, um Einstreuungen zu vermeiden.
In dem Bild oben ist es auch möglich, ohne den weißen Adapter zu
fotografieren. Er ist hauptsächlich für visuelle Beobachtungen und
damit zur Aufnahme des Okulars gedacht. An seiner Innenseite können
durch die Mikroskopbeleuchtung helle Reflexe entstehen.